Proteste in Kiew: Journalisten filmen brutale Polizeigewalt

Proteste in Kiew: Journalisten filmen brutale Polizeigewalt

Die Empörung über die gewaltsame Auflösung einer Demonstration am 1. Dezember hat die gegen die Regierung gerichteten Proteste in der Ukraine erst richtig in Gang gebracht. Dem Journalisten Wolodymyr Tyschtschenko gelang es, heimlich hinter der Frontlinie zwischen Demonstranten und den Polizisten der berüchtigten Spezialeinheit „Berkut“ zu filmen. Dabei wurde er Zeuge sinnloser Polizeigewalt gegen die eigenen Bürger. Auf dem Video ist zu sehen, wie Polizisten willkürlich auf am Boden liegende Festgenommene einschlagen und -treten. Tyschtschenko bezeichnet das, was er beobachtet hat, als Folter. Ein Polizist fand bei einem Festgenommenen ein Stück Papier, das er diesem daraufhin in den Mund stopfte und ihm ins Gesicht spuckte, berichtet Tyschtschenko außerdem.

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Walerij Harahuz, ein Journalist aus Dnipropetrowsk, beobachtete wie Berkut-Polizisten ihre bestiefelten Füße in Siegerpose auf die Köpfe bewusstloser Festgenommener stellten und sich dabei gegenseitig fotografierten. Die nötige medizinische Hilfe schienen die am Boden liegenden Personen nicht zu erhalten.

Noch drastischer zeigt ein Video des Fernsehkanals ICTV die von der Spezialeinheit „Berkut“ verübte Gewalt. Als Scharen von Polizisten die Demonstranten durch die Straßen jagen, kommt einer von ihnen zu Fall und bleibt liegen. Jeder vorbeilaufende „Ordnungshüter“ lässt nun seine aufgestaute Wut auf die Demonstranten an seinem wehrlos am Boden liegenden Mitbürger aus.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=9U5Qmv9gg8w[/youtube]

Quelle: telekrytyka.ua, zensor.net

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