Kiewer Demonstranten von Scharfschützen per Kopfschuss getötet – Regierungs-Abgeordneter: möglicherweise NATO-Söldner im Einsatz

Bei den Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten in Kiew kamen mehrere Menschen zu Tode. Einige wurden, so bestätigten es Notärzte, von Scharfschützen erschossen. So soll vom sechsten Stock eines Hauses in der umkämpften Gruschewskogo-Straße auf die Köpfe von Demonstranten gezielt worden sein.

Diese schockierenden Fakten werden in Präsident Janukowitschs Partei der Regionen naturgemäß in ihrem Sinne interpretiert. Staatsorgane seien an den gezielten Tötungen in keinem Fall beteiligt. Ministerpräsident Asarow vermutet dahinter das Werk von „Extremisten, die einen Vorwand für eine neue Verschärfung der Lage brauchten“. Gemeint sind wohl Rechtsradikale – der sogenannte „Rechte Sektor“ – , die sich an den Euromajdan-Protesten beteiligt hatten.

Noch weiter geht bei seinen Schuldzuweisungen der Abgeordnete Jewgeni Balizki. Er hält es für möglich, dass die Extremisten einen „professionellen Söldner aus einem NATO-Land“ angeheuert hätten um gezielt Demonstranten aus den eigenen Reihen zur ermorden und die Schuld der Regierung zuzuschieben. Balizkis Einschätzung wurde über den offiziellen Pressedienst der Partei der Regionen verbreitet.

Quelle: lb.ua

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