Sohn des ukrainischen Generalstaatsanwalts macht verdächtigen Karrieresprung – Presse vermutet Vetternwirtschaft

Sohn des ukrainischen Generalstaatsanwalts macht verdächtigen Karrieresprung – Presse vermutet Vetternwirtschaft

Walerij Jarema

Walerij Jarema (26)
(Quelle: vk.com)

Wie die Ukrajinska Prawda berichtet, ist der Sohn des ukrainischen Generalstaatsanwalts Witalij Jarema nach nur vier Monaten Dienstzeit in der staatlichen Registrierungsbehörde der Ukraine „Ukrderschrejestr“ zum Abteilungsleiter aufgestiegen. Die ukrainische Presse wundert sich über den rasanten Aufstieg. Der Vorwurf der Vetternwirtschaft steht im Raum. Der erst 26-jährige Jarema-Sohn Walerij hat 2011 ein Jura- und 2013 ein Psychologiestudium abgeschlossen und arbeitete vor seinem Eintritt in die Behörde im Justizministerium.

Dass ukrainische Spitzenpolitiker ihren Kindern zu einträglichen und einflussreichen Posten in Politik und Wirtschaft verhelfen, ist in der Ukraine schon unrühmliche Tradition. Bekanntestes Beispiel ist Janukowytsch-Sohn Olexandr, der binnen weniger Jahre – unter der Präsidentschaft seines Vaters versteht sich – ein beträchtliches Vermögen anhäufen konnte. Dass der Junior auch über ein Abgeordnetenmandat verfügte, ist fast schon überflüssig zu erwähnen. Auch Mykola Asarow, Ministerpräsident unter Janukowytsch, verhalf seinem Sohn Olexij zu einem Abgeordnetenmandat. Für die Wahlkampagne des Filius langte der Regierungschef einfach mal in die Staatskasse.

Der letztlich siegreiche Euromajdan war angetreten, um mit all dem, mit Vetternwirtschaft und Korruption, Schluss zu machen. Gelungen ist das offenbar noch nicht. Zur kommenden Parlamentswahl treten unter anderen die Söhne von Präsident Poroschenko und Ex-Parlamentspräsident Wolodymyr Lytwyn an.

Quelle: Ukrajinska Prawda

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