Frankreichs Front National erhält Kredit von russischer Bank

Frankreichs Front National erhält Kredit von russischer Bank

Die „Erste Tschechisch-Russische Bank“ greift der rechtsextremen Partei „Front National“ (FN) finanziell unter die Arme. Wie die Pariser Zeitung Le Figaro mitteilt, vergab das russische Geldhaus bereits im September einen Kredit über neun Millionen Euro an die französischen Rechtsextremisten. Dieser soll der Wahlkampffinanzierung dienen. FN-Parteichefin Marine Le Pen gilt seit langem als Verehrerin des russischen Präsidenten Putin und profiliert sich in der Krise zwischen Russland und dem Westen als Gegnerin der Sanktionspolitik und Gegnerin einer Annäherung der Ukraine an den Westen. Im Februar dieses Jahres traf sie in Moskau mit Präsident Putin zusammen.

Marine Le Pen im Europaparlament

Gilt als Putin-Verehrerin: FN-Parteichefin Marine Le Pen (Quelle: Wikimedia Commons / Olaf Kosinsky)

Den Deal mit der russischen Bank soll der FN-Europaabgeordnete Jean-Luc Schaffhauser eingefädelt haben. Er sagte dazu: „Unsere Bank, wie auch die Mehrheit der französischen und europäischen Banken, lehnt es kategorisch ab, dem Front National und seinen Kandidaten auch nur einen Cent zu leihen. Ich denke, dass das nicht gegen uns gerichtet ist, ich denke das betrifft alle politischen Parteien und Kandidaten.“ Es liegt daher nahe anzunehmen, dass der Entscheidung der russischen Banker, nicht dem Beispiel ihrer europäischen Kollegen zu folgen, weniger unternehmerische als politische Erwägungen zugrunde lagen.

Moskau wird in den letzten Monaten vermehrt vorgeworfen, die Nähe zu europäischen Rechtsextremen zu suchen. Zahlreiche rechtslastige Politiker wurden als Wahlbeobachter zum Referendum auf der Krim geladen. Darunter befand sich z. B. auch Béla Kovács, der Vorsitzende der nationalistischen ungarischen Jobbik-Partei, der gemeinsam mit seiner russischen Frau in Verdacht steht, für Moskaus Geheimdienst zu arbeiten.

Quelle: NEWSru.ua

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