Gespräch mitgeschnitten: Lukaschenko und Poroschenko einig über Putin?

Gespräch mitgeschnitten: Lukaschenko und Poroschenko einig über Putin?

Ein Fernsehteam hat am Rande des Treffens in Minsk ein Vier-Augen-Gespräch zwischen dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko und seinem weißrussischen Amtskollegen Alexander Lukaschenko mitgeschnitten. Die aufgezeichneten Gesprächsfetzen lassen darauf schließen, dass sich beide einig sind in der Beurteilung des russischen Präsidenten Putin – und die fällt erwartungsgemäß nicht positiv aus.

Zu hören ist in dem Video, das in der Halle des Minsker Unabhängigkeitspalasts entstand, zunächst wie Poroschenko sagt, es sei „schwer“. Russische und ukrainische Medien vermuten, dass damit er damit auf die Frage nach dem Fortgang der Verhandlungen geantwortet hat. Sodann schließt sich folgender Wortwechsel an:

Petro Poroschenko: „Er hat da ein unehrliches, schmutziges Spiel angezettelt.“

Alexander Lukaschenko (nickend): „Ich weiß, ich weiß. Aber das haben alle begriffen.“

Natürlich besteht für die ukrainischen Medien kein Zweifel daran, dass hier von Kremlchef Wladimir Putin die Rede ist.

Dass Lukaschenko auf Distanz zum großen östlichen Nachbarn geht, wäre aber keine Sensation. Auch wenn die Pressefotos aus Minsk die Präsidenten Russlands und Weißrusslands auffallend oft in gut gelaunter Zweisamkeit zeigten: die Harmonie zwischen Moskau und Minsk geht meist nicht weit über die gemeinsame Ablehnung der westlichen Demokratie hinaus. Untermauern könnte diese These das ebenfalls in Minsk entstandene Video, das Lukaschenko zeigt, wie er Putin den Stuhl wegzieht:

Dabei handelt es sich jedoch um eine Manipulation. Die entsprechende Szene wurde rückwärts abgespielt. In Wirklichkeit zog nicht Lukaschenko am Stuhl, sondern Putin, der sich setzen wollte.

Quelle: NEWSru.com; Quelle Beitragsbild: Youtube / Accident News

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