Wirtschaftskrise: 48% der Russen sehen das Schlimmste noch kommen

Wirtschaftskrise: 48% der Russen sehen das Schlimmste noch kommen

Was die Wirtschaftslage angeht, blickt ein großer Teil der russischen Bevölkerung pessimistisch in die Zukunft. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts WZIOM. Demnach glauben 48%, dass die schwersten Zeiten erst noch kommen.

Dass das Schlimmste schon überwunden ist, denken nur 19%. 23% sehen ihr Land jetzt gerade an der Talsohle.

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Quelle: Wikimedia Commons / Bogomolov.PL

Was die allgemeine Beurteilung der Situation angeht, halten sie 17% für positiv, 60% für „normal“ und 19% für schlecht.

Ihre persönliche Lage beurteilen 57% als „normal“, 30% als positiv und 11% als schlecht.

Für die Studie wurden am 26. und 27. September 1.600 Personen in 130 Ortschaften der Russischen Föderation befragt.

Die gleichen Umfrage hatten die Soziologen bereits im Januar 2015 durchgeführt. Der Vergleich mit den damaligen Ergebnissen zeigt in bestimmten Punkten eine leichte Stimmungsaufhellung. So sahen damals 50% die schwersten Zeiten noch in der Zukunft und nur 11% glaubten sie bereits überwunden.

Bei allen Erfolgen, die die Propagandamaschine des Kreml bei anderen Themen vorweisen kann, ist es ihr offenbar nicht gelungen, die Bevölkerung mit dem wirtschaftspolitischen Zweckoptimismus der Staatsführung zu infizieren. Schließlich hatte Wladimir Putin, der Präsident mit den traumhaften Zustimmungswerten, bereits im April diesen Jahres den Höhepunkt der Krise für überwunden erklärt.

Quellen: WZIOM, tagesschau.de

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